Nach einer für uns abenteurlichen Nacht in einem Motel in Chestertown begann der Morgen früher als erwartet. Wir müssen aber sagen, dass uns mehr das ungewohnte an dem Motel wachgehalten hat, als das Motel selber. Es war nicht mehr auf dem neuesten Stand, aber sauber. Und wie das so üblich ist, konnten wir direkt vor dem Zimmer parkieren.
Zum Frühstück haben wir uns den lokalen Supermarkt näher angesehen und auch gleich eingekauft. Wenn man sieht, was hier angeboten wird, in einem eher kleineren Ort, dann kann man nicht verstehen, warum die Amerikaner lieber 100 Meter weiter irgendwelchen Fastfood konsumieren. Ein BigMacMenu kostet rund 7 Dollar. In diesem Supermarkt konnte man sich eine Salatschüssel an der Salatbar zusammenstellen; verschiedene Salate, Gemüse, Zwiebeln, Früchte, Fleisch Saucen, alles was man sich vorstellen kann. 1 lbs (ca. 1/2 kg) für knapp 6 Dollar. Und die Salate, das haben wir inzwischen mehrfach festgestellt, schmecken wirklich frisch und gut. Allegemein war die Auswahl unglaublich.
Weiter ging es dann auf Nebenstrassen, bis wir wieder auf der Schnellstrasse nach Washington D.C. waren (erst die 213 nach Süden, dann die 301 nach Süden, dann die 50 nach Westen, ja, die Himmelsrichtungen sind bei den Abzweigungen jeweils angeschrieben, sonst wird das mit der Orientierung doch langsam etwas schwierig) Unterwegs ging es auch über die grosse Brücke über einen Teil der Cheasapeak-Bay. Ein paar Eindrücke von Unterwegs auf den folgenden Bildern:
Seit wir ein funktionierendes Natel haben, haben wir gleichzeitig ein Navi an Bord (danke Android). Also haben wir die Adresse unseres Hotel in Washington direkt eingegeben und sind den Angaben gefolgt. Wobei so einfache Angaben gab es noch nie: An der nächsten Verzweigung: geradeaus. An der nächsten Verzweigung: geradeaus. An der nächsten Verzweigung: geradeaus. An der nächsten Verzweigung: geradeaus. An der nächsten Verzweigung: geradeaus. Sie haben Ihr Ziel erreicht. Weiss nicht mehr, warum wir genau das Hotel ausgesucht haben, aber genau so war die Beschreibung sobald wir auf die Interstate-Schnellstrasse 20 Meilen vor Washington gefahren waren, bis wir im Hotel waren. Bei der Einfahrt nach Washington kamen wir an einigen schönen alten Gebäuden vorbei, bis wir am Thomas Circle und in unserem Hotel ankamen.

Der Thomas Circle. Unser Hotel ist gleich rechts von der roten Kirche. Fragt bitte nicht, was das für Kirchen uns Statuen sind, sobald ich das von allen kleinen Kirchen und Statuen in Washington weiss werde ich privater Fremdenführer…
Am frühen Nachmittag haben wir uns dann auf den Weg gemacht, Washington zu erkunden. Zu Fuss ging es erst mal zum weissen Haus. Rundherum sind die ganzen Strassen als Schleusen eingerichtet; zu Fuss kommt man rein und raus ohne Probleme, aber Fahrzeuge werden sogar mit Hunden geprüft…
Vom weissen Haus aus hat man bereits Sicht darauf, aber Richtig eindrücklich wird es erst, wenn man an der Mall ist – das Washington Monument. Die Mall ist ein etwa 500 Meter breites, 3-4 Kilometer langes Band, das Mitten durch Washington geht, am Kapitol anfängt, sich über das Washington Monument zieht und beim Lincoln Memorial endet. Entlang der Mall gibt es dutzende von Museen, die alle kostenlos sind, weil Sie durch die Smithonian-Stiftung finanziert werden. Da sehen wir uns vielleicht Morgen das eine oder andere an. Heute kümmerten wir uns um den westlichen Teil der Mall. Hier findet sich das eben erwähnte Washington Monument. Früher konnte man mit dem Lift auf die Spitze fahren, aber seit einem Erdbeben im letzten Jahr ist dieses nicht mehr Möglich.
Wenn man sich nach Westen wendet, dann sieht man das Denkmal zum 2. Weltkrieg, den Reflecting Pool und das Lincoln Memorial. Einige Bilder sollen euch hier einen kleinen Eindruck ermöglichen.
Eindrücklich ist übrigens, wie tief die Flugzeuge den Flughafen anfliegen, und dabei aussehen, als wenn Sie mitten über die Denkmäler fliegen würden.

Blick auf das Lincoln Memorial. Im Vordergrund das Memorial zum 2. Weltkrieg. auf diesem Bild sieht man auch schön, wie tief die Flugzeuge anfliegen.
Vor dem Lincoln Memorial befindet sich eine grosse, breite, hohe Treppe, die zum sitzenden Lincoln führt. Die scheint die absolute Pilgerstädte für alle Amerikaner zu sein, denn so viele Touristen wie hier finden sich an keiner anderen Stelle, die wir heute besucht haben.
Was unglaublich beeindruckend ist sind die Bauten, in welchen vor allem Regierungsbüros zu finden sind, und die rund um die Mall angeordnet sind. Auch wenn man weiss, dass die Stadt gezielt von Anfang an gebaut wurde, um eine eindrückliche Hauptstadt zu werden, so kann man hier nur sagen: dass ist Ihnen gelungen.
Etwas anderes, dass uns aufgefallen ist, sind die vielen Einwohner, die wahrscheinlich in keiner Volkszählung auftauchen werden;-)

Von diesen Stadtbewohnern sieht man an jeder Ecke wo es Bäume gibt. Diese Eichhörnchen sind etwa doppelt so gross, wie die, die wir aus der Schweiz kennen und sind alles andere als scheu…
Morgen geht es auf die andere Seite der Mall, Richtung Kapitol. Und es soll Morgen recht heiss und sonnig sein. Wir freuen uns jetzt schon darauf.
Danke übrigens, dass Ihr den Blog so fleissig lest und uns Eure Kommentare schickt. Schön zu wissen, dass Ihr Anteil nehmt!
Bis bald und einen Gruss in die Schweiz…