Nach 2 Nächten in New Bern sind wir am Samstag wieder losgefahren. Dieser Samstag markiert auch das Gipfelfest unserer Ferien, das heisst, wir haben noch einmal ganze 2 Wochen zum geniessen…

On the road again, wie man sehen kann. Oftmals einfach schnurgeradeaus. Das längste, was wir bewusst gemessen haben waren über 5 Kilometer…
Auf diesen Strassen zu fahren ist auf der einen Seite sehr angenehm, auf der anderen Seite extrem eintönig und langatmig. Man fährt nicht, man schaltet den Tempomat ein und sorgt dafür, dass das Auto nicht von der Strasse rollt… Ist übrigens auch eine sehr spritsparende Variante des Fahrens, und wir verstehen, warum hier gerne grossvolumige Motoren eingesetzt werden. Je südlicher wir jetzt gekommen sind, desto mehr gleichen die Autos kleinen Lastwagen und es entsteht der Eindruck, dass man hier mindestens ein solches Fahrzeug besitzen muss, um dazu zu gehören. Viele dieser Fahrzeuge sind bewusst noch weiter nach oben gesetzt, also nicht tiefergelegt wie bei uns.
Unterwegs hatten wir nicht mehr so vieles zu besichtigen, aber wir wir sind fast über die North Carolina gestolpert. Sie liegt direkt neben der Hauptstrasse bei Willmington und ist unheimlich beeindruckend riesig. Das Schlachtschiff war während des 2. Weltkrieges im Einsatz und ist gut restauriert worden. Man kann von den Besatzungsunterkünften bis zum Steuerstand fast alles besichtigen. Zudem waren am Samstag überall Freiwillige unterwegs, die Situationen nachgestellt haben und sehr bereitwillig Auskunft gegeben haben.

Eine der Seiten des Schiffes. Es strotzt nur so von Kanonen in den verschiedenstem Grössen und Ausführungen.
Danach fuhren wir weiter nach Myrtel Beach. Wir hatten kein Hotel reserviert, was sich als Glück herausgestellt hatte; der ganze Ort besteht aus etwa 10 Meilen vielstöckigen Hotels, die Eines ums Andere zwischen Strand und Ocean Boulevard stehen. Alles andere als Attraktiv das Ganze. Wir hatten uns ursprünglich ein Hotel am Ende ausgesucht. Leider lag dieses genau in der Einflugschneise des Flughafens, der sowohl Zivil und Militärisch genutzt wird. Kurzum haben wir uns entschlossen, noch ein paar Meilen weiterzufahren und haben uns dann für ein anderes Hotel entschlossen. Ob dies eine gute Idee war, lassen wir mal so stehen, aber wir waren zumindest im Trockenen, denn es hat zu stürmen angefangen. Und wir haben wieder saubere Kleidung.
Heute sind wir dann wieder weitergezogen. Das Wetter war nicht gerade berauschend, und immer wieder hat es zwischendurch geregnet. Bei Charleston haben wir dann einen Tag in der Mall eingelegt. Um die Einhundert Läden unter einem Dach. Nach ein paar Stunden hat sich Jasmin dann noch beim Frisör verwöhnen lassen, und ich bin alleine weitergezogen. Da ist mir aufgefallen, dass es hier bei so vielen Läden nicht einen einzigen Buchladen gibt. Schade, denn ich wollte mich frühzeitig mit neuem Lesestoff eindecken. Dann muss das eben warten.
Weiter ging es dann bis zum jetztigen Motel, einem Best Western, dass nahe der Grenze zu Georgia liegt. Kaum hatten wir das Hotel bezogen, hat es begonnen wie aus Kübeln zu regnen. Das war also genau rechtzeitig. Trotz Regen ist es aber immer noch angenehm warm hier. Mal sehen wie das Wetter morgen ist, wahrscheinlich geht es dann weiter bis nach Florida.