Skyline-Drive, Virginia

Heute haben wir uns mit dem Aufstehen Zeit gelassen, da wir ja gestern noch unseren 3-monatigen Hochzeitstag feiern konnten/mussten/durften. Da kam uns wirklich zugute, dass man aus den meisten Hotels hier in Amerika erst um 12 Uhr auschecken muss.
Gleich nach dem Auschecken haben wir uns auf den Weg aus Washington heraus gemacht. Uns hat wieder ein wunderschöner, sonniger Tag erwartet. Es war nicht ganz so warm wie gestern, aber trotzdem superschön und klar. Unser erster Stop war etwa 20 Meilen von Washington entfernt auf dem Manassas Battlefield. Die erste Schlacht auf diesem Hügel ist von da her sehr geschichtsträchtig, da hier das erste mal die Nord- und Südstaaten während des Sezionskrieges aufeinandertraffen und eine richtige Schlacht austrugen. Damals gingen die Südstaaten siegreich aus der Schlacht, aber beide Seiten hatten grosse Verluste erlitten und mussten in Zukunft bessere Einheiten ausbilden.

Einige Kanonen, von der Seite der Nordstaaten, auf dem Manassas Battlefield

Einige Kanonen, von der Seite der Nordstaaten, auf dem Manassas Battlefield

Nach einem Mittagessen in einem tollen Restaurant reisten wir weiter in Richtung Front Royal, dem Ort am Eingang des Shenandoah-National-Parks und des Skyline Drive.

Auf der Fahrt nach Westen wurde es langsam Hügeliger auf dem Highway...

Auf der Fahrt nach Westen wurde es langsam Hügeliger auf dem Highway…

Der Skyline-Drive ist eine Strecke druch den eben erwähnten Shenandoah National Park.

Der erste Eindruck auf dem Skyline-Drive. Viele Bäume auf einer gemütlichen Strasse.

Der erste Eindruck auf dem Skyline-Drive. Viele Bäume auf einer gemütlichen Strasse.

Er führt an einer Höhenlinie entlang über eine Länge von rund 95 Meilen und hat an die 80 Aussichtspunkte direkt an der Strasse. Der Blick nach Westen geht in die Smokey Mountains. Diese heissen so, weil sie immer von einem leichten Dunstschleier umgeben sind und daher etwas “rauchig” aussehen.

Das erwartete uns am ersten Aussichtspunkt.

Das erwartete uns am ersten Aussichtspunkt.

...und nocheinmal ein Ausblick nach Westen in die Smokey Mountains.

…und nocheinmal ein Ausblick nach Westen in die Smokey Mountains.

Nach Osten hin ist die Aussicht etwas flacher, da es dort wieder ans mehr geht, jedoch nicht weniger spektakulär.

Im Osten ist es etwas flacher, aber nicht weniger Bemerkenswert...

Im Osten ist es etwas flacher, aber nicht weniger Bemerkenswert…

...und noch ein Ausblick gegen Osten.

…und noch ein Ausblick gegen Osten.

Nach ca. einem Drittel der Strecke gibt es eine Ausfahrt. Biegt man hier nach rechts ab, kommt man nach Luray. Hier befinden sich die Luray Caverns. Angeblich von den grössten Tropfsteinhöhlen überhaupt. Nun ja, die Amerikaner neigen zum Extremismus; das Grösste, das Einzige, das Beste und so weiter. An der Kasse haben wir uns 2 mal überlegt, ob wir die 24 $ pro Person wirklich investieren wollen. Haben uns dann dafür entschlossen. Die Höhle kann nur mit Führung besichtigt werden. Und das hat uns dann erwartet:

Ein Blick, um in etwa die Ausmasse eines Raumes der Tropfsteinhöhlen wiederzugeben.

Ein Blick, um in etwa die Ausmasse eines Raumes der Tropfsteinhöhlen wiederzugeben.

Ein faszinierender Anblick war in dieser Kammer, wenn Ihr genau hinseht, dann seht Ihr, dass es sich hier bei den unteren "Stalagmiten" gar nicht um solche handelt, sondern um eine Spiegelung in einem See.

Ein faszinierender Anblick war in dieser Kammer, wenn Ihr genau hinseht, dann seht Ihr, dass es sich hier bei den unteren “Stalagmiten” gar nicht um solche handelt, sondern um eine Spiegelung in einem See.

Die Tour mit unserem Guide führte knapp 2 Kilometer (!) durch das Höhlensystem und dauerte rund eine Stunde. Und es war kurz gesagt Atemberaubend. Die Eindrücke, die wir hier bekommen haben sind mit Bildern kaum wiederzugeben. Wenn man bedenkt, dass ein Würfel von 2,5 x 2,5 x 2,5 cm von einer solchen Säule rund 100 Jahre braucht, um zu wachsen, ist es kaum vorstellbar, wie alt diese Höhle bereits ist. Wir sind unglaublich froh, dass wir uns die Zeit genommen haben, um die Höhle zu besichtigen. Hier noch ein paar Bilder davon.

Eine der ältesten und grössten Formationen in der ganzen Höhle.

Eine der ältesten und grössten Formationen in der ganzen Höhle.

Ein weiterer Blick in eine Höhle. der kleine "Tannenbaum" ist etwa 1,5 Meter gross und steht ca. 15 Meter weit weg...

Ein weiterer Blick in eine Höhle. der kleine “Tannenbaum” ist etwa 1,5 Meter gross und steht ca. 15 Meter weit weg…

Mit dem Eintritt war man auch noch berechtigt 2 weiter Museen gleich nebenan anzusehen. Für einen kurzen Spaziergang durch das eine haben wir uns dann noch entschieden.

Direkt neben den Caverns befand sich noch ein Museum mit alten Kutschen und Autos. Dieser Mercedes stach auf den ersten Blick aus der Masse hervor.

Direkt neben den Caverns befand sich noch ein Museum mit alten Kutschen und Autos. Dieser Mercedes stach auf den ersten Blick aus der Masse hervor.

Nach den Höhlen und dem Museum haben wir uns noch einmal auf den Skyline-Drive begeben. Das war eine super Entscheidung, da wir die Abendstimmung mitbekommen haben. Das Lichtspiel auf den Hügeln war wunderbar und das haben wir so auch noch nicht gesehen, obwohl unsere Berge in der Schweiz auch unheimlich schöne Lichtspiele bieten.
Übrigens sieht man auf den Bildern ja eigentlich nur Bäume, aber angeblich gibt es alleine in diesem Park mehr verschiedene, wild wachsende Pflanzensorten als in ganz Europa. Wie gesagt, Amerikaner neigen zum Extremismus…

Am späteren Nachmittag, die Aussicht gegen Osten. Die Schatten werden schon länger.

Am späteren Nachmittag, die Aussicht gegen Osten. Die Schatten werden schon länger.

Der "Smoke" der Smokey Mountains richtig schön von der Natur in Szene gesetzt.

Der “Smoke” der Smokey Mountains richtig schön von der Natur in Szene gesetzt.

Was es auch noch zu bemerken gibt, sind die Tiere auf dem Skyline Drive. Nach der Begegnung mit den Rehen, nicht nur an der Raststätte, sondern auch auf der Strasse, haben wir uns definitiv entschlossen, nicht im dunkeln weiterzufahren.

Die Rehe auf dem Skyline-Drive als "scheu" zu bezeichnen wäre eine absolute Untertreibung, diese Gruppe hier grast mitten auf dem Parkplatz, wo dutzende Leute und Autos sind. Die Dame aus dem Shop im Hintergrund hat uns Fotos gezeigt, auf welchem sogar ausgewachsene Hirsche und Bären sich hier tummeln.

Die Rehe auf dem Skyline-Drive als “scheu” zu bezeichnen wäre eine absolute Untertreibung, diese Gruppe hier grast mitten auf dem Parkplatz, wo dutzende Leute und Autos sind. Die Dame aus dem Shop im Hintergrund hat uns Fotos gezeigt, auf welchem sogar ausgewachsene Hirsche und Bären sich hier tummeln.

Nach dem kurzen Zwischenstop ging es weiter https://phonelookupbase.ca , und inzwischen war die Sonne am Untergehen und zeigte uns nochmal unheimlich schöne Ansichten der Smokey Mountains.

Kurz vor dem Sonnenuntergang. Schön wie man den Dunst sieht.

Kurz vor dem Sonnenuntergang. Schön wie man den Dunst sieht.

-Ohne Worte-

-Ohne Worte-

Bei der zweiten Ausfahrt haben wir uns nach Wetsen gewandt, um auf gut Glück ein Motel zu finden… was uns nach ca. einer Stunde Irrfahrt dann auch gelang. Dafür haben wir ein gutes, sauberes und günstiges Motel gefunden, direkt an der Interstate. In der Nähe fand sich auch ein Red Lobster Restaurant. Wir wollten beide schon immer mal Lobster essen und haben die Chance genutzt.

Unser Abendessen; Lobsterschwanz mit 2 Sorten Scampi auf Reis mit backed Potatoe...

Unser Abendessen; Lobsterschwanz mit 2 Sorten Scampi auf Reis mit backed Potatoe…

So, für Morgen haben wir noch einen kleinen Einkauf in einem Laden hier geplant, mehr dazu erfahrt Ihr aber erst in ein paar Monaten 😉
Ansonsten gehts Morgen weiter auf dem Skyline-Drive und dann weiter nach Richmond.
Bis bald.

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2 Antworten zu Skyline-Drive, Virginia

  1. Ruth Renfer Zollinger sagt:

    Ihr Beiden lebt ja richtig abenteuerlich; mit Bären, Hirschen etc. da ist es ja wohl besser wenn man die Nachtfahren auslasst. Wunderschöne Fotos – gratuliere. Ansonsten, was ist in ein paar Monaten?
    Liebi Grüess und weiterhin gute Fahrt.
    Ruth und Albert

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