Bereits vor ein paar Tagen wurde in der Wettervorhersage eher schlechtes Wetter für heute vorhergesagt. Was uns dann aber an diesem Dienstag erwartet hat, war schon etwas speziell. Trotz der schlechten Vorhersagen und der trüben Aussicht aus unserem Zimmer, haben wir uns auf den Weg in die City gemacht, denn wir hatten eine Verabredung an der Wall Street.
Die Besichtigungstour zu Fuss durch den Financial District war ein spezielles Erlebnis aus zwei Gründen. Erstens haben wir viele Infos bekommen, die wir sonst wohl kaum bekommen hätten. Unter anderem haben wir erfahren, dass der Financial District immer mehr auch zum Lebensraum wird. Auf der anderen Seite hat der Sturm angefangen zu pusten. Heftige Böen haben durch die exponierten Strassen geblasen und trugen alles Mögliche mit sich. Aber das war erst der Anfang.
Rund um die NYSE war das Sicherheitsaufgebot seit 9/11 erhöht worden; Absperrungen, Schleusen für Fahrzeuge in jede Richtung und viele Sicherheitsleute sind die Folge.
Anders beim ersten Regierungsgebäude der USA, damals war New York die Hauptstadt. Zwar nur für ein Jahr, aber hier geschahen die ersten wichtigen Entscheidungen für dieses Land.

Das allererste Regierungsgebäude der USA; hier wurde die Bill of Rights geschrieben und George Washington zum ersten Präsident gemacht.
Selbstverständlich gehört auch ein Besuch des Bullen der Wall Street dazu. Leider war am Tag zuvor eine grosse Demonstration der Occupy-Bewegung zum ersten Jahrestag Ihrer selbst (100 Verhaftet, fragt uns nach Bildern wenn wir wieder daheim sind;-)) und das Sicherheitsdispositiv dementsprechend gross. Desshalb auch die Absperrungen um den Bullen.
Bei der grossen Baustelle an Ground Zero waren wir auch noch kurz. Das Memorial haben wir hingegen nicht besucht, da eine grosse Wartefrist war, und wegen des Sturms nicht gerade ein grosses Interesse herrschte, zu warten. Im Batterypark jedoch stand dieses Statue.
Bevor der Sturm so richtig heftig um sich Griff haben wir uns noch aufgemacht Little Italy zu besuchen und am San Genarros Strassenfest einmal richtige Canolli zu essen. Die Dinger sind so unheimlich mastig und süss, dass wir neben einem Kaffee noch eine ganze Flasche Mineralwasser benötigten, um den Zuckerschock zu dämpfen. Ansonsten war es eher entäuschend, sowohl Little Italy als auch das darum herum liegende Chinatown gehören zu den dreckigsten und verwahrlosesten Orten New Yorks, denen wir begegnet sind.
Mit dem Taxi ging es zurück ins Hotel, um uns für den Abend noch ein wenig auszuruhen. Überhaupt waren wir zu Randzeiten oft mit dem Taxi unterwegs. Die Taxis sind schnell, recht zuverlässig, überall verfügbar und für unsere Verhältnisse recht günstig.
Zurück im Hotel schlug der Sturm richtig zu. Böen und Wasserfallartige Schauer fegten durch die Strassen und um unser Hotel. Es war unglaublich. Trotzdem war es immer noch warm, fast tropisch.
Später gings in den “Dangefield’s”-Club, der älteste Stand-up Comedy Club überhaupt. Seit 43 Jahren wird dort gelacht. Wir haben 6 eher unbekannte Stand-up Comedians gehört, und können sagen, dass es wirklich lustig war. Ein ort, um wieder hinzukommen das nächste mal, wenn wir in New York sind.
Als wir dann zurückgekommen sind, war das Empire State Building plötzlich weg. Der Anblick war um so beeindruckender, weil das Chrysler Building, welches nur ein paar hundert Meter daneben steht, aber etwa gleich hoch ist, komplett zu sehen war.
Eure Reiseberichte sind der Hammer. Das ist immer das Erste, was ich morgens lese. Zigi, Kafi und euer Blog… der beste Start in den Tag.
Weiterhin eine tolle Zeit.
LG
Nicole
Hallo ihr Lieben, zum ersten Mal habe ich heute eure Berichte gelesen. Ich freue mich für euch, dass mit dieser Reise ein grosser Wunsch von euch in Erfüllung geht. Aus euren Berichten und Bildern entnehme ich, dass die Reise bis jetzt, spannend, interessant ist und euren Vorstellungen entspricht. Bestimmt werde ich nicht mehr eine Woche warten bis ich wieder in den Blog hineinschaue und eure Tage miterleben kann.
Weiterhin viel Spass und Freude an dem was kommen mag. Liebi Grüess Ruth und Albert
Hallo zäma
Unheimlich interessant Eure Reisbeschreibungen. Man möchte meinen, man sei selber dabei. Ist das nicht auch ein bischen stressig oder habt ihr genug Zeit, Euch auch zu erholen?
Liabi Grüass us Herisau
Hans und Claudia